Sonntag, April 09, 2017

Skitour - Überschreitung Bretterspitze

Nach der gestrigen Erkundungstour versuchten Toni Brey und ich heute die Bretterspitze zu überschreiten. Wir planten den Anstieg durch das Haglertal, eine Traverse das Sattelkars, Wolekleskars und Gliegerkars und Anstieg zur Scharte zwischen Gliegerkarspitze und Bretterspitze. Folgend über den Westgat zum Gipfel. Die Abfahrt planten wir vom Gipfel über die Süd-Ost Flanke der Bretterspitze und vom Gliegerkar dann direkt in das Haglertal.

Diese Idee entstand bei einigen Ausflügen auf die Wolekleskarspitze. Dieser Grat hat was.
Westgrat der Bretterspitze mit zwei Bergsteigern im oberen Bereich des Westgrats, im Hintergrund die Urbeleskarspitze

Gleiche Perspektive im Frühwinter
Ich habe meine Ski und auch Ski-Schuhe am Vortag bei den ersten Schneefeldern deponiert, somit ging die Tour für mich um 5:00 Uhr am Parkplatz in Häselgehr ein wenig leichter los.

Das Vogel - Gezwitscher während der ersten 400 Höhenmeter sagte uns klar, dass im Tal das Frühjahr Einzug gehalten hat.

Toni machte diese Aufnahme am Nachmittag, ein Blick in Richtung Elbigenalp, der eindrücklich die Frühjahrstimmung im Lechtal zeigt

Es dämmerte, als wir kurz nach der Haglerhütte die Ski anzogen und den ca. 700 Höhenmeter höher gelegenen Luxnacher Sattel auf 2.093 Metern anpeilten.

Der Luxnacher Sattel und der obere Bereich das Haglertals.

Die knirschenden Geräusche der Harscheisen und die immer alpiner werdende Umgebung dominierten den Anstieg bis zum Südsporn zwischen dem Sattel- und Wolekleskar.
Toni im mittleren Bereich des Haglertals

Toni im mittleren Bereich des Haglertals
Die letzten Meter Aufstieg in das Sattelkar

Die letzten Meter Aufstieg in das Sattelkar
Toni - die letzten Meter Aufstieg in das Sattelkar 

Toni - die letzten Meter Aufstieg in das Sattelkar

Kurze Rast im Sattelkar
Im Sattelkar
Im Sattelkar gibt es einige schöne Linien  - siehe z.B.: Skitour Südost Rinne der Noppenspitze.

Wir gingen dann durch das Wolekleskar, wo die Skitour zu der Wolekleskarspitze abzweigt.

Toni - im Wolekleskar
Toni - im Wolekleskar

Wir querten das Wolekleskar und am Übergang zum Gliegerkar ließ Toni seine Drohne noch mal steigen und machte in diesem wunderschönen Kar weitere tolle Anstiegsaufnahmen aus der Luft. Ich trottete vor mich hin, als ich die Drohne links neben mir bemerkte und gleich stürzen sah. Leider brach ein Rotorblatt ab, wodurch wir keine weiteren Aufnahmen nach Hause brachten. Die Eindrücke vom Anstieg durch das Haglertal und aus dem Gliegerkar sind aber bereits beeindruckend.


Übergang vom Wolekleskar in das Gliegerkar
Gliegerkar

Im Gliegerkar

Im Gliegerkar
Toni - im Gliegerkar

Toni - im Gliegerkar
Ca. in der Falllinie unter dem Sattel zwischen Gliegerkar- und dermBretterspitze zogen wir die Steigeisen an und gewannen zügig an Höhe. Ich kannte den Verlauf von einer Frühjahrsüberschreitung der Bretterspitze

Toni - Anstieg zur Scharte
Der Durchstieg in die Scharte verlief früher an einem mit stahldrahtgesicherten Steig, von dem nur noch einige beeindruckende Überreste zu finden sind. Die Holzteile wurden in das Seil mit viel Aufwand eingearbeitet, wohl um das Hangeln an dem Seil zu erleichtern. Ohne diese Stahldrahtsicherung hatte die Kletter-Passage bis zur Scharte einige heikle kleintrittige und teils vereiste Stellen aufzuweisen, ich war froh, in der Scharte angekommen zu sein.

Alte Seilsicherung 

Westgrat Bretterspitze

Der Blick auf den Westgrat bot einen winterlichen Charakter. Ich wusste, dass die Kletterpassagen am Grat im II Grad waren und überlegte, wie es bei diesen Verhältnissen dort aussah. Es war knapp 10:00 Uhr und der Hang von der Bretterspitze, der Südost ist, wäre bei diesen Temperaturen schon mal fraglich.

Toni war gerade am Einstieg der brüchigen Kletterpassage. Ich überlegte kurz und folgte meinem Bauchgefühl. Es war gut für heute. Ich komme wieder. Nun hieß es aber, die brüchigen Stellen abzuklettern. Hornbachketten Spaß ...






Abfellen und ab 
Toni & Blick zu der brüchigen Kletterpassage

Toni - Abfahrt



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